Geschichte


Wie aus verschiedenen Protokollen und Aufzeichnungen zu entnehmen ist, wurde in Hausen seit eh und je Fasnet gefeiert. So ist unter anderem auch nachzulesen, dass der Gemeinderat am 7. Februar 1840 die Aufführung eines Fasnetspieles genehmigte. Bis zur heutigen Zeit wird die traditionelle Hausfasnet, auf die man im Narrenverein großen Wert legt, durchgeführt. Dass die Fasnet, bedingt durch wechselhafte Zeiten, auch in Hausen Höhen und Tiefen erlebte, ist für Jedermann wohl verständlich.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde alsbald das Fasnetstreiben wieder aufgenommen und die ältere Generation aus Hausen und das gesamte Umland kann sich sicher noch sehr gut an die damalige Fasnet erinnern, verstanden es doch die Narren mit ihren Umzügen und Bällen, Fasnet auf höchstem Niveau zu bieten.

Warum die Fasentsnarren gerade den Namen Dreischuh für ihre Zunft gewählt haben,  geht aus einer alten Überlieferung hervor. So habe sich einst ein Bauer zu Hausen sich für ein Jahr eine Magd gedungen und als Lohn mit ihr zwei Paar Schuhe ausgemacht. Die Magd habe aber vor Ablauf des Jahres ihren Dienst gekündigt. Der Bauer scheint es jedoch mit der Abmachung sehr genau genommen zu haben: weil sich die Magd erst dreiviertel des Jahreslohnes verdiente, habe sie sich mit drei Schuhen abfinden müssen. Der Spott der Dorfbewohner war dem Bauer aber ebenso sicher wie der Magd, die sich mit dem dritten Schuh kaum gebrüstet haben dürfte.

Doch dem schnellen Hoch der Fasnet folgte Ende der 50er Jahren der rasche Fall. Für die glanzvolle Fasnetszeit nach dem Zweiten Weltkrieg waren neben engagierten Bürgern die damals ortsansässigen Fabrikanten Karl Lang und Walter Otto maßgeblich verantwortlich, war es doch möglich, das Fasnetshäs und sonstige Requisiten in der Fabriken anzufertigen. Auch finanziell war die Zunft auf Rosen gebettet. Doch mit dem Niedergang der örtlichen Industrie wurde auch das jähe Ende der Zunft eingeleitet. Über 10 Jahre lang  kocht nun die Hausener Fasnet auf Sparflamme, denn nur die Schülerbefreiung und das Verteilen von Wurst und Wecken an die Kinder wurde von einigen unentwegten Obernarren aufrechterhalten. Der Bürgerball am Fasnetssamstag wurde sogar vom Musikverein veranstaltet.

Im Jahre 1970 fand sich eine Reihe von Jugendlichen zusammen, um der Hausener Fasnet neuen Schwung zu geben. Am 11.11.1970 wurde dann eine neue Narrenzunft gegründet. Die 11 Gründungsmitglieder wählten aus ihren Reihen Hans-Bernd Lutz zum Narrenpräsident und bezahlten 10 DM als Grundbeitrag in die neue Vereinskasse. Somit war der Grundstein für eine neue Zukunft gelegt. In den nun folgenden Jahren verstanden es die Mitglieder, alte Traditionen wieder aufleben zu lassen und der Fasnet ein neues Gesicht zu geben. Ein weiterer Meilenstein der Vereinsgeschichte bildete die Schaffung des Narrenstübles 1976 im ehemaligen Wäschereigebäude, wo in ungezwungener Atmosphäre Sitzungen und Zusammenkünfte abgehalten werden können.

Vorläufig letzter Höhepunkt war 1992 die Gründung einer Maskengruppe und einer Guggenmusik, die sich von Jahr zu Jahr prächtig entwickeln. Über 70 Hästräger und 20 Musiker präsentieren bei verschiedenen Umzügen die Narrenzunft Dreischuh und erfreuen mit ihren farbenprächtigen Kostümen die Zuschauer. Durch die Teilnahme an Zunftmeisterempfängen und Umzügen wurden zu anderen Zünften freundschaftliche Verbindungen geknüpft, die beim großen Freundschaftstreffen vom 20.01. - 22.01.1995 in Hausen ihren Höhepunkt fand.

Im Jahre 2010 wurde zusammen mit dem Sportverein Hausen a.A. in ehrenmamtlicher Tätigkeit ein gemeinsames Vereinsheim bei der Fest- und Turnhalle gebaut.

 

Im Jahre 2020 feiert die Narrenzunft Dreischuh ihr 50jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass wird vom  24.01.-26.01.2020 ein großes Festwochenende im Rahmen eines Freundschaftstreffen stattfinden.